Internationaler Tag der Pflege darf nicht zum „Tag des Konjunktivs“ werden

Internationaler Tag der Pflege darf nicht zum „Tag des Konjunktivs“ werden
Die Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Claudia Moll, hat einen Lohnersatz für pflegende Angehörige gefordert. „Wer bereit ist, seine Eltern zu pflegen, darf nicht zum Hartz-IV-Empfänger werden“, so die SPD-Politikerin. Sie argumentierte unter anderem, dass sich mit einer Lohnersatzleistung vielleicht auch mehr Männer „angesprochen fühlen“ würden, ihre Eltern zu pflegen.
Am heutigen Tag der Pflege, der den Menschen gewidmet ist, die in der Pflege arbeiten, müssen wir aufpassen, dass wir nicht in eine Endlosspirale des „Hätte“, „Müsste“, „Könnte“ geraten. Somit müssen die guten Vorschläge von Claudia Moll nun auch endlich in die Tat umgesetzt werden. Claudia Moll hatte sich bereits für eine Erhöhung des Pflegegeldes ausgesprochen, das Menschen gewährt wird, die zu Hause gepflegt werden. Sie sprach sich angesichts der Preissteigerungen auch für eine Erhöhung des Taschengeldes für Pflegeheimbewohner aus, die auf Sozialleistungen angewiesen sind: „Von den aktuell 121 Euro im Monat müssen nicht nur persönliche Dinge bestritten werden, sondern auch all das, was die Kranken- oder Pflegekasse nicht bezahlt, zum Beispiel verschreibungsfreie Medikamente oder Fußpflege.“ Mit Claudia Moll haben wir die richtige Frau an der richtigen Stelle. Aber jetzt müssen wir alle daran mitarbeiten, dass die Ideen auch in Gesetze und damit in eine Verbesserung der Pflegebedingungen für alle Beteiligten münden. Auch hier bei uns in NRW ist der Pflegenotstand größer, als die Bedrohung durch Clans. Wir müssen endlich auch in NRW die richtigen Prioritäten setzen. Punkt.