Löhne müssen steigen

Familien stehen unter Dauerlast – besonders die mit kleinen Einkommen.
Ausnahmesituationen führen sie an die Grenzen der Belastbarkeit und darüber hinaus. Als Basis für die gute Entwicklung von Kindern und Jugendlichen brauchen Familien unser besonderes Augenmerk.

In der Hochphase der Corona-Belastungen haben wir mit mehreren Bonuszahlungen an Kinder und mit dem Corona-Aufholpaket die Situation von Familien mit geringen und mittleren Einkommen immer wieder in den Blick genommen.

Auch von den Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln sind Familien derzeit besonders betroffen. Bei den Entlastungspaketen haben wir deshalb die Situation der Familien besonders berücksichtigt. Beides zeigt eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung.
Wir müssen aber auch andere strukturelle Preistreiber in den Blick nehmen – wie z.B. sogenannte ‚Indexmieten‘, die jährlich nach dem Verbraucherpreisindex steigen. Unsere Bundesbauministerin Klara Geywitz will Mieter*innen vor dieser zusätzlichen Belastung schützen. Gut so!
Gerade jetzt ist aber auch nicht die Zeit für Lohnzurückhaltung! Der gesetzliche Mindestlohn ist immens wichtig – im Oktober steigt er auf 12 Euro pro Stunde. Und auch die Tarifverhandlungen müssen jetzt in allen Branchen vor allem die niedrigen Einkommen in den Blick nehmen.
Die jüngste Einigung zu einer Gehaltszulage für Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen ist insofern ein wichtiger Erfolg. Gerade Arbeitnehmer*innen mit geringen Löhnen brauchen jetzt mehr Geld, um trotz Inflation ihr Leben bestreiten zu können!

Bericht auf RND